Das Immunsystem der Papageien und Vögel

Ich weiß, eigentlich macht man sich darüber kaum oder sogar gar keine Gedanken. Spätestens wenn eine Krankheit ausbricht macht man sich Sorgen und denkt darüber nach, warum sie ausgebrochen ist und wie man das hätte verhindern könnte. Das Immunsystem ist fast immer die Antwort. Doch wie genau funktioniert es bei einem Vogel? Genauso wie bei uns Menschen und Säugetieren? Diesen Fragen bin ich auf den Grund gegangen und hab einige Interessante Dinge erfahren, die ich euch nun versuche zu erklären.

Das Immunsystem und seine Verhältnisse

Eigentlich ist der Körper für das Immunsystem verantwortlich und stärkt es von sich aus. Das ist bei einem Vogel gleich wie bei einem Menschen. In freier Natur ist das Immunsystem viel stärker, da in den Tropen auch die optimalen Verhältnisse für unsere Papageien herrscht. Hier bei uns im Käfig oder in der Voliere können diese optimalen Verhältnisse leider nicht geboten werden, dadurch ist das Immunsystem auch nicht ganz so stark. Trotzdem sind wir nicht komplett hilflos. Wir können doch etwas tun. Und zwar spielt die Ernährung eine sehr große Rolle in der Haltung von Papageien.

Stimmt diese, so ist der Körper des Vogels in der Lage einen Großteil von Viren und Krankheitserregern zu vernichten, ohne dass man ein Krankheitsbild vorfindet oder die „Krankheit“ , die ja zu diesem Zeitpunkt noch keine ist, mit Medikamenten behandeln muss.

Krankheitserreger, sogenannte „Antigene“ dringen über die Federn, die Haut oder Schleimhäute im Rachen in den Körper unserer Vögel ein. Spätestens jetzt wird der Körper aktiv. Das Immunsystem wird alarmiert und unsere „Abwehrkräfte“ treten den Antigenen gegenüber und versuchen sie zu bekämpfen. Und eines muss man wissen: Das Immunsystem unserer Papageien gibt nicht sehr schnell auf! Das kann man auch daran feststellen, dass ein Papagei sich erst krank zeigt, wenn er schon länger krank war und es ihm wirklich richtig dreckig geht. In freier Natur müssen sie mithalten und können nicht krank sein, dazu ist es zu gefährlich. Erst wenn ein Vogel wirklich sehr krank ist und meistens schon kurz vom Sterben steht, wird man die richtigen Krankheitssymptome erkennen können. Deswegen ist es sehr wichtig, unsere Papageien gut im Auge zu behalten und sofort zum Tierarzt zu gehen, wenn sie eine kleine Auffälligkeit zeigen.

Wie funktioniert das Immunsystem unserer Vögel?

Unser Immunsystem ist also zur Stelle. Doch was geschieht nun? Als erstes sind die Makrophagen oder auch Fresszellen oder weiße Blutkörperchen genannt, an der Reihe. Sie schauen sich die Eindringlinge an und erkennen sie auf Grund ihrer Oberflächenstruktur. Wenn unsere Fresszellen dann wissen, um was es sich handel, wird angegriffen. Sie haben zusätzlich noch den Auftrag, die Feinde zu vernichten und sie zu entsorgen. Und das so lange, bis keine Krankheitserreger mehr übrig sind. Leider überleben das nicht alle Fresszellen und dann müssen die „Leichen“ auch abtransportiert werden und machen so zusätzlich zu den Krankheitserregern noch mehr Arbeit. Sollte das gehäuft passieren, ist der Körper schon fast machtlos. Irgendwann sind kaum mehr Fresszellen vorhanden und das bedeutet, dass der Körper selbst den Kampf verloren hat. Die Krankheitserreger breiten sich jetzt aus und werden ihn irgendwann zum Sterben bringen. In solchen Fällen hilft es nichts und der Papagei braucht Medizin.

Sollte der Vogel sich jedoch gut schlagen und die Schlacht gewinnen, bringen die Fresszellen ein paar Krankheitserreger zu den anderen Helfern, den roten Blutkörperchen. Sie sind dafür zuständig, sich die toten Krankheitserreger anzuschauen und sie sich zu merken. Sollten die gleichen Eindringlinge ein anderes Mal wieder angreifen, wissen unsere Blutkörperchen sofort Bescheid, können sofort reagieren und wissen was zu tun ist. So wird die Krankheit garantiert besiegt!

Wo wird das Immunsystem unserer Papageien gebildet?

Unsere wichtigen Fresszellen werden im Knochenmark gebildet, und die roten Blutkörperchen (Lymphozyten) in der Thymusdrüse. Knochenmark? Das kennen wir alle. Doch was ist die Thymusdrüse? Sie ist nur bei unseren Papageien ständig aktiv und produziert rote Blutkörperchen. Wir Menschen besitzen sie auch. Doch nachdem wir ausgewachsen sind, hört die Thymusdrüse auf zu arbeiten. In unserer wichtigen Entwicklungsphase, der Kindheit und der Pubertät hilft sie stark das Immunsystem aufzubauen. Dann sind andere Organe wie der Darm und ebenfalls das Knochenmark dazu zuständig. Die Thymusdrüse sitzt bei uns genauso wie bei Vögeln zwischen Brust und Kehle. Nur dass sie bei uns im Erwachsenenalter aufhört zu arbeiten und bei unseren Papageien ständig produziert.

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