Unbekanntere Papageien: Der Schwarzohrpapagei

Einige von euch kennen ihn vom Sehen, die anderen vom Hören. Doch niemand weiß so genau, was es mit diesem Papagei auf sich hat. Ein großer Grund dafür ist, dass der Schwarzohrpapagei ziemlich selten als Heimvogel gehalten wird. Sehr wenig Züchter besitzen diese Art des Papageis. Eigentlich schade, finde ich. Denn der Schwarzohrpapagei kann ein sehr guter Hausvogel sein. Über das Aussehen brauchen wir gar nicht sprechen. Sobald man den Schwarzohrpapagei einmal gesehen hat, ist und bleibt er für einen eine wahre Schönheit. Um euch diese Papageienart etwas näher und besser vorstellen zu können, stelle ich 5 typische Fakten über den Schwarzohrpapagei auf:

Fakt 1: Aussehen

Wie oben schon kurz angesprochen, ist der Schwarzohrpapagei eine wahre Schönheit. Der Name passt wie die Faust aufs Auge und belustigt einen sofort, wenn man den Namen im Zusammenhang mit dem Aussehen des Vogels betrachtet. Und zwar besitzt er zwei schwarze Flecken an beiden Kopfseiten. Da, wo jeder sich die Ohren eines Vogels vorstellen würde. Einen Großteils des Körpers bedeckt die Farbe grün, wobei das leuchtende Blau auf Brust und Kopf auch ziemlich leuchtet und hervorsticht. Rote Farbe kann man sogar auch finden. Einmal ähnlich wie bei Graupapageien, weist der Schwarzohrpapagei rote Unterschwanzdecken auf. Zusätzlich kann man aber auch zwei kleine rote Punkte auf beiden Seiten des sonst schwarzen Schnabels finden.

Der Augenring ist wie die Füße auch, hellgrau. Ausgewachsen kann er eine Körpergröße von 24 - 28 cm erreichen.

Fakt 2: Nachwuchs

Der Schwarzohrpapagei brütet bevorzugt in abgebrochenen Palmenstubben. Sollten sie im Moment keine finden, muss eine Notlösung her. In Höhlen hoher Bäume oder auf den Ästen, werden dann die meistens vier Eier ausgebrütet. Bei dem Schwarzohrpapagei brütet meistens nur das Weibchen. Und das bis zum Schluss. Ähnlich wie bei den Weißbauchpapageien, schlüpfen die Küken nach 27 - 29 Tagen. Dann braucht es noch gute 14 Wochen, bis die Kleinen flügge und selbstständig werden. Nach ca. 10 Wochen, kriechen die Babys das erste mal aus dem Nest und werden dann bis zur völligen Selbstständigkeit noch von dem Vater gefüttert.

Fakt 3: Lebensraum

Er lebt in/am - Costa Rica

- Equador entlang der Pazifikküste

- östlich der Anden von Venezuela

- Kolumbien

- Peru

- Nord-Bolivien

- Brasilien

Ganz schön vielseitig und weit verbreitet unser kleiner Zwerg. Meistens findet man sie im Flachland. Doch auch auf Plantagen oder sogar überfluteten Wäldern, haben die Kleinen sich niedergelassen. Sogar in offenen Wäldern mit nur sehr wenig Bäumen wurde der Schwarzohrpapagei schon gesehen. Dass diese Lebensweise nicht ganz ungefährlich ist, kann sich denk ich jeder von uns denken. Er ist kein typischer Schwarmvogel, denn nur wenn es irgendwo Mais oder anderes leckeres Futter gibt, kommen alle Vögel so zusammen, dass sich ein vermeintlicher "Schwarm" bildet.

Sonst sind sie eher in Paaren oder Gruppen unterwegs.

Fakt 4: Ernährung

In Menschenobhut fressen sie Beeren, Früchte und Nüsse. Genauso wie Kerne und Körner. Keimfutter schmeckt ihnen auch immer sehr gut. An Lebendfutter nimmt er auch mal gerne frisch gehäutete Mehlwürmer und Weichfutter an.

Fakt 5: Haltung Aufgrund der Lebhaftigkeit sollte der Schwarzohrpapagei in einer möglichst großen Außenvoliere gehalten werden. Im Winter brauchen sie einen kleinen erwärmten Bereich, in dem sie es sich gemütlich machen können. Die Temperaturen sollten 10 Grad nicht unterschreiten. Sollten die kleinen Clowns innen gehalten werden, brauchen sie sehr viel Freiflug und Beschäftigung. Natürlich gilt auch hier: Nur zusammen halten!

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Foto von Monafabri

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