Bunter Papagei. Warum?

Warum sind Papageien eigentlich bunt? Und was bringt es ihnen? Mutter Natur muss dafür doch eine Erklärung haben. Die Erklärung findet ihr hier: Viele Menschen erfreuen sich im Zoo, auf Bildern oder sogar manchmal in freier Natur an dem bunten Gefieder unserer lieben Papageien. Jedes Kind weiß, dass der Papagei bunt ist. Das erste Bild, das sich bei einem Menschen im Kopf auftut, wenn er an einen Papageien denkt, ist der dunkelrote Ara. Des öfteren kommt die Frage auf, warum die wunderschönen Vögel ein so farbreiches Gefieder tragen. Ich hab mir Zeit genommen und mich darüber informiert. Hier fasse ich alle meine Erfahrungen, die ich bei meiner Recherche gemacht habe, zusammen. So, dass bald jeder eine Antwort auf diese Frage bekommt: "Warum hat der Papagei bunte Federn?" Klar ist, dass der Papagei sich seine Federn selbst erschafft. Nur wie macht er das? Und zwar passiert das mit Hilfe von bunten Farbstoffen, die unsere Papageien durch bestimmte Pigmente.. Ähnlich wie sich bei uns die Hautfarbe zusammensetzt, ist es auch bei Papageien. Nur, dass wir nicht so schön bunt werden können :D Verschiedene Hautfarben und Hauttypen gibt es unter uns Menschen jedoch schon. Für die Helligkeit und Färbung unserer Haut-, Haar- und Augenfarben ist das Pigment Melanin zuständig. Dieses ist bei uns zuständig für braune, schwarze und rötliche Farben. Bei dem Papageien wirkt Melanin etwas anders. Das Pigment bewirkt bei Vögeln nämlich die Farbe Blau und lässt Federn zusätzlich dunkel wirken. Rote und gelbe Federn werden nicht wie bei allen anderen Vögeln durch die Stoffgruppe Karotinoide eingefärbt, sondern durch eine eigene Farbstoffen, die der Papagei sich selbst erzeugt. Diese spezielle Stoffgruppe nennt man: Psittacofulvinen. Das typische Grün ist eine Farbmischung aus Gelb und Blau. Also eine Mischung der Pigmente Psittacofulvinen und Melanin. Doch was ist der Nutzen der bunten Federn? Wozu machen sich Papageien die Mühe? Nur zur Schönheit kann das ja wohl nicht dienen. Richtig! Die Natur hat sich auch hier wieder was dabei gedacht.

Und zwar trägt das Pigment Psittacofulvinen dazu bei, die Federn der Papageien, die für diese Vögel sehr wichtig ist, zu schützen. Der Angriff von Bakterien, die das Gefieder der Papageien immer wieder befallen und bewirken, dass das es geschwächt wird, wird durch dieses Pigment gehemmt. Im Labor wurden Federn von 13 verschiedenen Papageienarten, die alle anders gefärbt sind, den aggressiven Bakterien ausgesetzt und es wurde beobachtet, welche Federn von welchem Papageien sich schneller zersetzen lassen. Das Ergebnis ist sehr deutlich ausgefallen: Die Federn, die einen höheren Anteil an Psittacofulvinen und Melaninen enthalten, hielten den Bakterien länger stand als zum Beispiel die weißen Federn eines Molukkenkakadus. Ein weiteres Ergebnis war, dass rote Federn den Bakterien am längsten standhielten. Die Vermutung: rote Federn haben sehr große Pigmentkörnchen. Viel größere als zum Beispiel gelbe oder weiße. Das Fazit daraus ist, dass das hübsche Gefieder unserer Papageien sehr viel mehr Aufgaben hat, als die soziale Signalfunktion oder das Balzen um ein Weibchen.

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